Panther1944

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Kurzchronik der I./Pz.Rgt. 15 (11. Pz.Div.), zeitweise umbenannt in Pz.Abt. 52 (Heerestruppe)

Stand 23.8.2010 (Noch in Arbeit, fertig bis Mitte Aug. 1944)

© Martin Block

Urheberrechtlich geschütztes geistiges Eigentum des Verfassers.
Weiterverwendung auch in Auszügen ohne vorherige Genehmigung nicht gestattet

1943
25.1.1943 OKH/GenStdH/Org.Abt. befiehlt die Zuführung der I./Pz.Rgt. 15 als Personaleinheit nach Grafenwöhr zur Umgliederung in eine selbständige Panzer-Abteilung.
3.2.1943 Nach Abgabe sämtlichen noch vorhandenen Geräts [alle Panzer waren bereits bis zum 25.1.1943 in Verlust geraten] an die anderen Abteilungen des Pz.Rgt. 15 marschiert das Personal der I./Pz.Rgt. 15 nach Opochluki, wo die Männer in Güterwagen verladen werden.
4.-10.2.1943 Bahntransport über Pododz - Dünaburg - Krotinnen - Memel - Königsberg - Schneidemühl - Frankfurt/Oder - Kottbus - Zwickau - Plauen - Hof nach Grafenwöhr/Südlager.
Einsatz als Panzer-Abteilung 52 (Heerestruppe)
9.2.1943 OKH/GenStdH/Org.Abt. befiehlt die Aufstellung der Pz.Abt. 52 durch W.K. XIII mit Verwendungsbereitschaft zum 20.3.1943 durch Umbenennung der bisherigen I./Pz.Rgt. 15. Die Abteilung scheidet damit kriegsgliederungsmäßig aus dem Verband der 11. Pz.Div. aus und tritt zu den Heerestruppen.
4.3.1943 Verlegung nach Erlangen.
8.4.1943 OKH/Chef H Rüst u BdE/AHA befiehlt die sofortige Verlegung der Abteilung in den Bereich des Ob. West nach Frankreich auf den Tr.Üb.Pl. Mailly le Camp.
bis 28.4.1943 Die Abteilung trifft vollständig auf dem Tr.Üb.Pl. Mailly le Camp ein.
Anf. Mai 1943 ergeht ein neuer Befehl zur Rückverlegung aus dem Bereich des Ob. West nach Grafenwöhr.
12.5.1943 Alle Transportzüge der Abteilung sind aus dem Bereich des Ob. West nach Grafenwöhr abgerollt.
15.-31.5.1943 Zuteilung von insgesamt 96 Pz.Kpfw. V Panther Ausf. D aus der Neufertigung an die Pz.Abt. 52. Alle Panzer werden jedoch nach der Auslieferung zur Behebung der inzwischen erkannten zahlreichen technischen Probleme zum Umbau an DEMAG in Falkensee geschickt.
18.6.1943 OKH/GenStdH/Op.Abt. ordnet die Zuführung der Pz.Abt. 51 (ehem. II./Pz.Rgt. 33) aus Grafenwöhr in den Bereich der H.Gr. Süd nach Charkow ab dem 22.6.1943 an. Mit Eintreffen ist die Abteilung zusammen mit der Pz.Abt. 52 dem Pz.Rgt.Stb. 39 zu unterstellen.
24.6.1943 OKH/GenStdH/Op.Abt. ordnet die Zuführung der Pz.Abt. 52 aus Grafenwöhr in den Bereich der H.Gr. Süd nach Charkow ab dem 27.6.1943 an.
28./29.6.1943 Übernahme der 96 umgebauten Pz.Kpfw. V Panther Ausf. D durch die Abteilung. Desweiteren hat sie Juni noch 2 Panther ohne Türme als Berge-Schlepper erhalten. Die ersten Transportzüge rollen noch am 28. 6.1943 Richtung Ostfront ab.
28.6.-3.7.1943 Bahntransport von Grafenwöhr über Krakau - Smerinka - Kiew nach Odnoborowka ostwärts von Poltawa. Vom Entladebahnhof Odnoborowka geht es sofort im Landmarsch 35 km weiter bis nach Novo Borrisowka.
Die Pz.Abt. 51 (96 + 2 Panther) und Pz.Abt. 52 (96 + 2 Panther) werden unter dem Stab Pz.Rgt. 39 (8 Panther) zusammengefasst und bilden das Pz.Rgt. (Panther) von Lauchert, benannt nach seinem Kommandeur Major Meinrad von Lauchert. Das Regiment mit seinen insgesamt 200 Kampfpanzern Panther, 4 Panther ohne Türme als Berge-Schlepper, 2 le. SPW (Sd.Kfz. 250/1) und 4 mittleren Krankenpanzerwagen (Sd.Kfz. 251/8) soll bei der bevorstehenden deutschen Großoffensive im Raum Kursk im Abschnitt Pz.Gren.Div. Großdeutschland [XXXXVIII. Pz.Korps, 4. Pz.Armee, H.Gr. Süd] eingesetzt werden.
4.7.1943 Abends Eintreffen der letzten Transportzüge der Pz.Abt. 52 in Odnoborowka.
5.7.1943 Beginn der Operation "Zitadelle". Das Pz.Rgt. v. Lauchert tritt aus der Gegend nördl. Moschtschenoje als 2. Treffen hinter dem Pz.Rgt. Grossdeutschland zum Angriff an. Die Pz.Abt. 52 hat bereits vor Begin des Angriffs, während des Anmarsches, die ersten Ausfälle durch Vergaserbrände. Danach bleiben fast 30% ihrer Panther durch die überaus starke russische Gegenwehr von eingegrabenen Feindpanzern und auch in den dichten Minensperren vor dem ersten Stellungssystem liegen. Im Laufe des Tages kann jedoch die erste feindliche Verteidigungslinie durchbrochen werden und die Ortschaften Tscherkasskoje und Jaoki werden eingenommen.
6.7.1943 Die zweite feindliche Stellung wird durchbrochen und im weiteren Vorgehen gegen sich verstärkenden Widerstand wird die Höhe 247,2 erreicht und der Ort Dubrowa eingenommen.
7.7.1943 Schwere Kämpfe bei Dubrowa und Jaoki, Angriff nach Norden und Bildung eines Brückenkopfes ostwärts von Luchanino.
8.7.1943 Gegen starke Panzerabwehr tritt das Pz.Rgt. v. Lauchert in Richtung Norden an. Es gelingt ein Einbruch in Ssyrzewo und Werchopenje wird erreicht.
9.7.1943 Die Panther stoßen beiderseits der Strasse Jakowlewo - Obojan vor. Nach der Einnahme von Nowosselowka Eindrehen nach Südwesten. Der Ostteil Werchopenje wird von noch verbliebenen Feindkräften gesäubert.
10.7.1943 Die begonnene Umfassungsbewegung in südwestlicher Richtung wird fortgesetzt. Dabei stößt das Pz.Rgt. v. Lauchert auf starke fdl. Panzerkräfte und wird in langandauernde Panzergefechte verwickelt. Im Laufe des Tages erfolgt ein Frontbesuch durch den Gen.Insp.d.Pz.Tr. Generaloberst Guderian.
Am Abend wird die Stärke des Pz.Rgt. v. Lauchert zunächst wie folgt gemeldet:
10 Panther einsatzbereit
25 Panther total ausgefallen
165 Panther bei den J-Diensten (davon ca. 40 bereits wieder instandgesetzt und auf dem Marsch zum Einsatzort).
Ein zweiter Bericht mit Stand 24.00 Uhr nennt dann etwas andere Zahlen:
38 Panther einsatzbereit (davon 2 Pz.Bef.Wg.)
31 total ausgefallen
131 Panther bei den J-Diensten (davon 8 Pz.Bef.Wg.)
4 Panther ohne Turm (Berge-Schlepper) einsatzbereit
2 Sd.Kfz. 250/1 einsatzbereit
4 Sd.Kfz. 251/8 einsatzbereit
11.7.1943 Das Gebiet um Beresowka wird vom Feind gesäubert. Erreichen der Höhe ostwärts Kalinowka - Kubssowski-Schlucht bis Punkt 247,0 - Punkt 258,5.
12.7.1943 Ein starker sowjetischer Angriff westlich von Werchopenje wird abgewehrt und ein Einbruch zwischen Werchopenje und Beresowka kann abgeriegelt werden.
13.7.1943 Heftige Regenfälle und damit schlechte Bodenverhältnisse zwingen zur Einstellung des Umfassungsangriffs von Norden und Süden zur Einkesselung sowjetischer Kräfte westlich von Werchopenje.
13.7.1943 Von einem Heereszeugamt werden 6 Pz.Kpfw. V Panther Ausf. D als Nachschub für das Pz.Rgt. 39 (v. Lauchert) abtransportiert. Die Panzer treffen erst nach dem 20.7.1943 ein und werden dann von der Pz.Abt. 52 übernommen.
14.7.1943 Abwehrkämpfe nördlich von Distr. Tolstoje (westl. von Werchopenje).
15.7.1943 Das deutsche Oberkommando bricht die Operation "Zitadelle" ab.
15./17.7.1943 OKH/GenStdH/Org.Abt. befiehlt die Abgabe sämtlicher noch vorhandener Panther der Pz.Abt. 51 an die Pz.Abt. 52. Die Pz.Abt. 51 erhält dafür in den folgenden Tagen eine komplette Neuausstattung von 96 Panthern.
17.7.1943 Von einem Heereszeugamt werden weitere 6 Pz.Kpfw. V Panther Ausf. D als Nachschub für das Pz.Rgt. 39 (v. Lauchert) abtransportiert. Die Panzer treffen erst nach dem 20.7.1943 ein und werden dann ebenfalls von der Pz.Abt. 52 übernommen.
17.7.1943

Gen.Insp.d.Pz.Tr./Chefgruppe Nr. 80/43 g.Kdos. v. 17.7.1943

An den

Chef des GenStdH Herrn General der Inf. Zeizler

In der Anlage übersende ich Berichte über Einsatzerfahrungen des Pz.Rgt. (Panther) von Lauchert und des s.Pz.Jg.Rgt. 656 (Ferdinand und Sturmpanzer), die ich anlässlich meiner Frontreise zusammenstellte.

gez. GUDERIAN

Anlage 1 zum Schreiben des Gen.Insp.d.Pz.Tr./Chefgruppe Nr. 80/43 g.Kdos. v. 17.7.1943

Bericht über den Einsatz des Pz.Rgt. (Panther) v. Lauchert.

I. Taktische Erfahrungen
Der Einsatz eines neuen Panzergeräts entbindet die Führung nicht davon, nach den alten bewährten Grundsätzen des Panzereinsatzes zu handeln. Besonders gilt dies hinsichtlich der Zusammenarbeit mit anderen Waffen und des Einsatzes geschlossener Panzerverbände.
Der Generalinspekteur hatte für die durch das Panther-Rgt. verstärkte Div. "Großdeutschland" einen Pz.Brig.Stab aufgestellt, um die Führung der über 300 Panzer dieser Division sicherzustellen. Dieser Stab kam infolge persönlicher Reibungen anfangs nicht zum Einsatz. Die Führung der Panzer litt hierunter ebensosehr wie das Zusammenwirken mit den anderen Waffen. Persönliche Rücksichten dürfen keine Rolle spielen, wenn um das Schicksal des Reiches gewürfelt wird.
Es ist falsch, dort wo Panzer eingesetzt werden, andere Schwerpunktwaffen abzuziehen, nur weil die Panther da sind.
Richtig ist es vielmehr, einen eindeutigen zusätzlichen Schwerpunkt durch andere Waffen - Artillerie, Pioniere, Luftwaffe, SPW-Batl. - zu bilden, um mit den Panthern zu einem durchschlagenden und schnellen Erfolg unter geringen Verlusten zu kommen.
Der Angriff ist schnell in die Tiefe des gegerischen Verteidigungssystems zu tragen, um die feindliche Artillerie auszuschalten und das Mitgehen der Panzergrenadiere und der Infanterie sicherzustellen.
Nach den hohen Ausfällen der ersten Tage wurden die weiteren Ausfälle relativ größer, da die Zahl der in das Gefecht eintretenden Panther sehr gering war (z.T. nur 10 Panther), die Abwehr daher leicht zum Erfolg kommen konnte. Dies umsomehr, als eine Unterstützung der Panther durch andere Waffen nicht ausreichend gewärleistet war.
Die feindliche Abwehr durch 7, 62 cm Pak und KwK hatte gegen den Panther nur bei flankierendem Beschuss Erfolg. Durchschläge durch die Frontpanzerung wurden nicht erzielt. Hieraus folgt, dass der Überwachung der Flanken der Pantherangriffs das Hauptaugenmerk geschenkt werden muss.
Hierzu müssen alle verfügbaren anderen Waffen herangezogen werden.
Der Pantherverband muss zum Angriff entsprechend breit gegliedert werden, um eine Flankierung des Angriffskerns auszuschalten.
Bei Beschuss sind die einzelnen Wagen frontal zum Feindfeuer in Stellung zu bringen.
Beim Durchstoss durch ein tiefgegliedertes, vermintes Hauptkampffeld wird in Zukunft die Unterstellung von Pz.Kp.(Fkl) vorgesehen werden.
Rechtzeitige Zusammenarbeit mit Pionieren ist auf jeden Fall sicherzustellen. Material zum Überschreiten von Sumpfland ist vorbereitend mitzuführen, um Stockungen im Angriffsverlauf zu meiden.

II. Organisation
Die Gliederung der Kampfstaffeln des Panther-Rgt. hat sich bewährt. Auf keinen Fall dürfen die Züge, Kompanien und Abteilungen schwächer werden. Bei Ausstattung mit Räderfahrzeugen lässt sich noch manches kürzen, besonders weil die Versorgung sämtlicher Panzerkampfwagen wegen der stets eintretenden Ausfälle praktisch nie erforderlich ist.

III. Ausbildung
Die Zeit für die Ausbildung ist zu kurz gewesen.
Die Fahrer haben daher nicht die erforderliche Praxis erreichen können. Das technische Personal ist nicht genügend geschult, die Richtschützen und Kommandanten haben nicht die erforderliche taktische Ausbildung erhalten.
Auf Grund der erforderlichen Umbauarbeiten in Grafenwöhr sind Übungen nur bis zum Zugverband durchgeführt worden.
Diese fehlende Ausbildung machte sich doch sehr bemerkbar. Hierauf ist ein grosser Teil der technischen und auch taktischen Ausfälle zurückzuführen.

IV. Zustand des Rgts. nach 7 Tagen Einsatz.
In den ersten Tagen trat ein starkes Absinken der Gefechtsstärken durch Feindeinwirkung und technische Ausfälle ein.
Am 10.7.1943 abends waren:
10 Panther im Einsatz
25 Panther total ausgefallen
(davon 23 durch Beschuss und Ausbrennen,2 durch Brand auf dem Marsch)
100 Panther bei den J-Diensten und Werkstatt
(davon 56 mit Beschussschäden und Minentreffern, 44 mit technischen Schäden (60% leichterer Art))
ca. 40 Panther bereits wieder instandgesetzt und auf dem Vormarsch zum Einsatzort            
Rest ca. 25 Panther noch nicht von den J-Diensten erfasst.
Am 11.7.1943 abends waren:
38 Pantherim Einsatz
31 Panther total ausgefallen
131 Panther in der Instandsetzung

Ein langsames Ansteigen der Gefechtsstärken ist festzustellen.
Die grosse Zahl an ausgefallenen Panthern durch Beschuss (bis 10.7.1943  81 Panther) weist auf schwere Kämpfe hin.
Das tief gestaffelte, stark verminte Hauptkampffeld des Russen musste zu einem überdurchschnittlichen Ausfall an Gerät durch Beschuss und Minnentreffer führen.
Auch die Panzer IV und Tiger sind davon nicht verschont geblieben.
Die Tatsache, dass die Panther erstmalig auf dem Schlachtfeld erschienen, setzte sie allgemeinem Interesse aus. Vergleiche mit den Ausfällen anderer Panzerverbände wurden nicht gezogen.
Daher sind Kdo.-Behörden und Truppe schnell zu dem voreiligen Schluss gekommen: der Panther taugt nichts!
Hierzu ist abschließend zu bemerken:
Der Panther hat sich im Einsatz bewährt. Dass in der ersten Zeit technuische Ausfälle in erhöhtem Masse eintraten musste erwartet werden, da ein längerer Truppenversuch noch nicht durchgeführt worden ist.
Die Kurve der einsatzbereiten Fahrzeuge ist im Ansteigen.
Nach Behebung der Mängel an der Kraftstoffpumpe und am Motor wird der technische Ausfall in normalen Grenzen bleiben.
Die unverhältnismässig hohe Zahl der Ausfälle durch Feindeinwirkung weist auf schwere Kämpfe hin.

17.7.1943

Pz.Brig. 10 - Kommandeur, Brig.Gef.St., den 17.7.1943

Sehr verehrter Herr General [Eberbach]!

Vereinbarungsgemäß berichte ich über meine Tätigkeit hier, nachdem für uns der erste Kampfabschnitt abgeschlossen ist.
Es gelang mir, mit meinem Adjutanten noch gerade den Anschluss zu erreichen, mein Stab fuhr bis zum 11.7.1943, ich war glücklich, als ich ihn hatte, denn der Behelf mit Kommandierten war recht kläglich.
Die Panzer-Brigade wurde bei "G.D." eingesetzt, als zweites Regiment kam Pz.Rgt. "G.D." mit 8 IV- und III lg.-Kompanien und einer Tiger-Kompanie hinzu. Als Rgts.-Kdr. Graf Strachwitz, der "Panzer-Löwe".
Die Zusammenarbeit mit ihm war recht unerfreulich, er war im Angriff einfach nicht an den Funk zu bekommen und operierte selbständig. Das ging soweit, dass ich zum General von Knobelsdorff bestellt wurde (Kommandierender General des XXXXVIII. Pz.Korps), um mich zu verantworten wegen des Nichtfunktionierens des Stabes. Strachwitz führte inzwischen die Brigade und setzte die Panther geradezu irrsinnig ein, es gab dauernd Minenschäden, Flankenschutz wurde nie aufgebaut, daher wurden die Panther, die von der Seite verletzlich sind, abgeschossen.
Am 5.7.1943 war ich mit der Brigade zu einem großen Angriff angesetzt, kam aber nicht weiter als bis zu einer Rachel, vor der, in Unkenntnis unserer wundervollen Kanonen, 8 Panzer "General Lee" auffuhren auf 2200 m und mit wenigen Schüssen in Brand geschossen wurden, so dass sie abbrannten wie Christbaumkerzen. Richtschütze war bei mir mein Adjutant, er schoss auch einen der 8 ab. Der nächste Tag gab einen Angriff, bei dem ich mit 300 Panzern bis vor die zweite Stellung brausete. Nach diesem Angriff, der mit geringen Verlusten sehr erfolgreich durchgeführt wurde, war ich, wie oben erwähnt, zum General von Knobelsdorff befohlen.
Als ich dann nach 4 Tagen wieder kam, waren die Panther unter blödsinnigem Einsatz auf 12 zusammengeschrumpft, während wir mit 206 begonnen hatten. Major von Lauchert war ganz verzweifelt und begrüsste es, dass ich wieder kam. Die personellen Verluste waren auch sehr erheblich, bisher hatte das Panther-Rgt. allein an Offizieren 9 Tote und 19 Verwundete.
Ich teilte nun so ein, das ich aus beiden Regimentern zwei Abteilungen bildete, die nun die Panzermasse waren. Gleich am ersten Tage, als ich wieder da war, wurden bei Verlust von zwei eigenen Panzern, durch insgesamt 23 Panzer, 58 feindliche, meist T 34 und über 30 Pak abgeschossen. Die Aufgaben, die wir bekamen, haben wir stets erfüllt. "G.D." ist sehr einsichtig, was man von dem Kommandierenden General nicht behaupten kann. Obstlt. Köhn, der hier eine Abteilung führte, wird entsprechend berichtet haben.
Mit meinem Stab arbeite ich mich langsam ein. Wir leiden darunter, dass wir weder Zelte noch irgendwelche Wohnwagen haben und danach auf dass Leben im Panzer, im Freien oder in Trümmern von Panjebuden angewiesen sind.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Panther, obwohl er noch einige Anfangskrankheiten hat und der Motor noch zu empfindlich ist, ein sehr gutes Fahrzeug ist. Er ist nicht wie der Tiger nach allen Seiten 7,5 cm Pak sicher. Überragend ist die Kanone. Das Regiment hat bisher 263 abgeschossen, KW I bis auf 3000 m und fast alle T 34 auf Entfernung von 1500 - 2000 m. Von vorstehendem Bericht bitte ich Herrn General Eberbach gelegentlich Kenntnis zu geben. Sonst geht es gut, es lebt sich schön hier. Wenn hier alles in Ordnung ist, ist es einem ganz gleich, was in Sizilien passiert.

gez. DECKER

20.7.1943

Gruppe V(J) Nr. I/41988/43 geh. v. 20.7.1943
Ermittlungen Oberstlt. Reinhold, während Unternehmen ’Zitadelle’ zu Pz.A.O.K. 4 kommandiert.

I. Bewährung Pz.Kpfw. V (Panther)
Waffe einwandfrei, keine beanstandungen wesentlicher Art. Abschüsse von T 34 wurden auf über 3000 m Entfernung häufig erzielt.
Hohe Ausfallzahlen durch:
1.) Treffer
Frontpanzerung ausreichend, dagegen nicht Seitenpanzerung (40 mm), die glatt durchschlagen wird. Dadurch sehr häufig Totalausfälle, da Wagen durch Munition- oder Kraftstoffentzündung ausbrennen. Auch Deckenpanzerung zu schwach. Geschosse, die auf Walzenblende unterhalb der Mittellinie auftreffen, prallen ab und durchschlagen Deckenpanzerung. Dadurch Ausfall des Fahrers und Funkers. Verstärkung der Panzerungen nicht möglich, da Laufwerk für grössere belastungen nicht ausreichend.
2.) Technische Mängel
a) Motorschäden. Ursache noch nicht geklärt, vermutlich zurückzuführen auf zu kurze Einlaufzeit und ungeübte Fahrer. Maschinen werden übertourt. Hierdurch und durch Überhitzung Pneuelbrüche.
b) Brennstoff-Förderpumpe. In vielen Fällen Aussetzen der Förderung durch Undichtwerden der Pumpe und defekte Membranen.
c) Undichtwerden der Anschlsse von Kraftstoff- und Ölleitungen. Dadurch erhöhte Feuergefahr.
3.) Minenschäden
Beschädigung des Laufwerks.

Schwerwiegende Folgen entstanden weiterhin durch neuartige Konstruktion der Lukendeckel, insbesondere für Fahrer und Funker. Bei Beschuss verklemmten sich die Deckel, so dass Öffnen nicht mehr möglich. Folge: Bei Brand des wagens konnten in vielen Fällen Fahrer und Funker nicht aussteigen. Mannschaft schliesst daher beim Einsatz die Lukendeckel nicht und nimmt lieber den dadurch bedingten geringeren Schutz in Kauf, um bei Brand noch rechtzeitig aussteigen zu können.

Meldung der Abt.-Ing. am 19.7.1943:
Infolge des unvermittelt befohlenen Rückzuges können die ausgefallenen, noch nicht abgeschleppten
Panther nicht geborgen werden. Es ist mit folgenden Sprengungen zu rechnen:
Rgt.Stab = 3 Panther
Abt. 51    = 29 Panther, davon etwa 9 noch instandsetzungsfähig
Abt. 52    = 24 Panther
insgesamt = 56 Panther einschließlich der gemeldeten etwa 40 Totalausfälle.

Lagemeldung, Stand 18.7.1943, 16 Uhr:
Abteilung 51:
33 einsatzbereit
32 in Instandsetzung bei J-Dienst
31 Totalausfälle (2 ausgebrannt, 29 Sprengung)

Abteilung 52:
28 einsatzbereit
40 in Instandsetzung bei J-Dienst
4 zur Heimat-Instandsetzung abgeschoben            
24 Totalausfälle (Sprengung)

Instandsetzungs-Dienste der beiden Panther-Abteilungen arbeiten sehr gut. Instandsetzungen täglich etwa 25. Durch die zahlreichen Ausfälle erheblicher Ersatzteilmangel. Sehr geholfen haben die durch Gen.Qu. durchgeführten Lufttransporte insbesondere von Motoren und Kraftstoffpumpen. Ersatzteillage bessert sich jetzt durch Eintreffen der mit Blitz-Pfeiltransporten zugeführten Ersatzteile, so dass mit kurzfristiger Instandsetzung der meißten bei den J-Diensten befindlichen Schad-Pz. gerechnet werden kann.

20.7.1943 Laut einer Pz.-Lagemeldung des Gen.Qu. verfügen Stb. Pz.Rgt. 39 und Pz.Abt. 52 über insgesamt
142 Pz. V (davon 9 Pz.Bef.Wg.) u. 4 Berge-Pz. V
42 Pz. V u. Berge-Pz. V sind einsatzbereit
104 Pz. V u. Berge-Pz. V befinden sich in kurz- und langfristiger Instandsetzung
12 neue Pz. V sind zugewiesen aber bisher noch nicht eingetroffen
Demnach hat die Pz.Abt. 51 insgesamt 65 Panther (= Istbestand 18.7.1943) an die Pz.Abt. 52 übergeben.
5 (Pz.Rgt.Stb. 39) + 65 (Pz.Abt. 51) + 68 (Pz.Abt. 52) + 4 Panther (zur Heimatinst.) = 142 Panther
Über genauen Verbleib und mögliche Einsätze der Pz.Abt. 52 bis Anfang August liegen derzeit keine weiteren Angaben vor.
28.7.1943 OKH/GenStdH/Org.Abt. befiehlt die taktische Unterstellung der Pz.Abt. 52 unter die 11. Pz.Div.
Die 11. Pz.Div. befindet sich auf Befehl des XXXXVIII. Pz.Korps seit dem 27.7.1943 in Verlegung in den Raum Saretschje - Iwanowskaja Lissizia - Poros - Lugowka um dort für eine neue Verwendung zu sammeln. Der befeohlene Raum wird bis zum 31.7.1943 erreicht.
31.7.1943 Stab Pz.Rgt. 39 und Pz.Abt. 52 verfügen an diesem Tag noch über 128 Panther u. 4 Berge-Pz. V:
3 Pz.Bef.Wg. Panther einsatzbereit
3 Pz.Bef.Wg. Panther in der Instandsetzung (2 kurzfr., 1 langfr.)
17 Panther einsatzbereit
105 Panther in der Instandsetzung (85 kurzfr., 20 langfr.)
1 Panther ohne Turm einsatzbereit
3 Panther ohne Turm in der Instandsetzung (2 kurzfr., 1 langfr.)
2 Sd.Kfz. 250/1 (einsatzbereit)
1 Sd.Kfz. 251/8 (einsatzbereit)
Seit dem 21.7.1943 zur Heimatinst. an H.Za. abgegeben: 2 Pz.Bef.Wg. Panther u. 13 Panther
Totalausfälle seit 21.7.1943: 1 Pz.Bef.Wg. Panther u. 10 Panther
3.8.1943 OKH/GenStdH/Org.Abt. ordnet an, die restlichen Pz.Kpfwg. Panther des Pz.Rgt.Stabes 39 bei dessen Rückführung in die Heimat der Pz.Abt. 52 zu übergeben (genaue Anzahl unbekannt, maximal 5, vgl. Meldung v. 19.7.1943).
3.8.1943 Nach einigen Tagen verhältnismäßiger Ruhe beginnt am 3.8.1943 die große Abwehrschlacht westlich von Charkow. Aufgrund der starken Schwächung des Nordflügels der H.Gr. Süd zu Gunsten anderer Kriegsschauplätze kommt es zum Durchbruch der sowjetischen ’Woronesch-Front’ im Abschnitt der 4. Pz.Armee im Raum Charkow - Bjelgorod. Die Front der Armee wird dabei in einer Breite von 70 km aufgerissen. Erkennbare Stoßrichtung der russischen Durchbruchskeile: Achtyrka - Poltawa. Das hat zur Folge, dass Teile der 11. Pz.Div. erneut bei den Abwehrkämpfen im Worskla-Tal, zunächst bei Tomarowka, eingesetzt werden müssen.
5.8.1943 Das Pz.Rgt. 15 hält die Strasse Tomarowka - Golowtschino trotz starkem feindlichen Druck frei.
6.8.1943 Die Pz.Abt. 52, mit nur noch 15 einsatzbereiten Panthern, wehrt bei Kustowoje 2 starke sowjetische Panzerangriffe ab. Sie meldet dabei den Abschuss von ca. 35 T 34 und KW 1 ohne eigene Verluste.
7.8.1943 Bei Golowtschino kann die Abteilung 13 T 34 abschießen. Zeitweilig muss sie an diesem Tag durch He 111 aus der Luft versorgt werden. 3 Panther die durch Motorschaden ausgefallen sind müssen gesprengt werden. Die Abteilung zieht sich auf Graiworon zurück. Dabei müssen 4 weitere durch Motorschaden ausgefallene Panther gesprengt werden, und der Bestand an einsatzbereiten Panthern schrumpft auf nur noch 8 Stück.
8.8.1943 Die 11. Pz.Div. sammelt im Raum von Graiworon. Hier drängen sich außerdem auch Teile der 57., 255. und 332. Inf.Div., sowie der 19. Pz.Div. vor den anstürmenden sowjetischen Kräften zusammen. Am Nachmittag bricht das Pz.Rgt. 15 mit etwa 20 Pzkpfw., den restlichen Panthern der Pz.Abt. 52 und Schützenpanzern des I./Pz.Gren.Rgt. 110 den Einschließungsring um Graiworon auf und öffnet damit die Rollbahn nach Achtyrka. Gleich zu Begin des Ausbruchs werden jedoch 3 Panther abgeschossen und 1 weiterer muss wenig gesprengt werden.
9.8.1943 Vorgeprellte sowjetische Kräfte werden bei Nowaja-Rjabina durch die Panther der Pz.Abt. 52 abgewiesen. Ein sofort eingeleiteter Gegenangriff bleibt zwar schon nach wenigen Kilometern liegen, aber den nur noch 4 einsatzbereiten Panthern gelingt der Abschuss von 18 T 34.
Nach dem erfolgreichen Ausbruch aus dem Kessel von Graiworon sammelt die 11. Pz.Div. im Raum von Hadjatsch. Dort liegt sie bis Anfang September in relativer Ruhe und kann ihre Truppenteile ordnen und ein wenig auffrischen.
Wieder als I./Panzer-Regiment 15 Teil der 11. Panzer-Division
19.8.1943 OKH/GenStdH/Org.Abt. befiehlt die Umbenennung der bisherigen Pz.Abt. 52 (Heerestruppe) in I./Pz.Rgt. 15 und die kriegsgliederungsmäßige Eingliederung in das Pz.Rgt. 15 der 11. Pz.Div.
20.-23.8.1943 Nach einem Durchbruch der Sowjets bei Lebedin marschiert das Pz.Rgt. 15 am 20.8. in diesen Raum und riegelt die Durchbruchsstelle ab. Nach Erledigung dieses Auftrages kehrt das Regiment bis zum 23.8.1943 zur Division zurück. Die I./Pz.Rgt. 15 wird anschließend zur Instandsetzung ihrer Panther herausgezogen und der H.Gr. Süd unmittelbar unterstellt.
Aus einer Bestandsmeldung der Pz.Abt. 51 vom 31.8.1943 geht hervor, dass noch vor Ende des Monats 6 Pz.Kpfw. V Panther Ausf. D von der Pz.Abt. 52 an die Pz.Abt. 51 abgegeben worden sind.
9.9.1943 Aufgrund der bedrohlicher werdenden Lage an der Front werden die Einheiten der 11. Pz.Div. in Alarmzustand versetzt. Die Panzer des Pz.Rgt. 15 beziehen Stellungen zur Sicherung ihrer Unterkunftsräume.
10.9.1943 Laut einer Pz.-Lagemeldung des Gen.Qu. verfügt die I./Pz.Rgt. 15 über insgesamt
96 Pz. V (Angaben zu Pz.Bef.Wg. u. Berge-Pz. V fehlen)
51 Pz. V sind einsatzbereit
45 Pz. V befinden sich in kurz- und langfristiger Instandsetzung
14./15.9.1943

Das Pz.Rgt. 15 greift am Nachmittag des 14.9. den Ort Nowosselowka an und nimmt ihn ein. Mehrere sowjetische Panzer, Sturmgeschütze und Pak werden dabei vernichtet. Die feindlichen Kräfte weichen in Richtung Logodi aus. Am Abend des 15.9. wird ein schwacher Gegenangriff aus der Gegend von Logodi abgewiesen. Die Regimentsgeschichte des Pz.Rgt. 15 läßt allerdings offen, ob auch die I./Pz.Rgt. 15 an diesen Kämpfen beteiligt ist.

16.-22.9.1943 Absetzbewegung der 11. Pz.Div. bis an das Ostufer des Dnjepr nordostwärts von Tscherkassy. Dort bereitet sie sich auf den Übergang über den Fluss vor.
20.9.1943 Laut einer Pz.-Lagemeldung des Gen.Qu. verfügt die I./Pz.Rgt. 15 über insgesamt
99 Pz. V (Angaben zu Pz.Bef.Wg. u. Berge-Pz. V fehlen)
51 Pz. V sind einsatzbereit
48 Pz. V befinden sich in kurz- und langfristiger Instandsetzung
Es ist nicht klar ob der Bestand seit dem 10.9. tatsächlich um 3 Panther angestiegen ist, oder es sich lediglich um einen Fehler bedingt durch das Mitzählen bzw. nicht Mitzählen von Berge-Pz. V handelt.
23.9.1943 Die 11. Pz.Div. beginnt mit dem Übersetzen über den Dnjepr und rückt anschließend in vorbereitete Stellungen am Westufer des Flusses beiderseits von Tscherkassy ein.
24.9.1943 Von einem Heereszeugamt werden 3 Bergepanther für die I./Pz.Rgt. 15 abtransportiert.
Während die 11. Pz.Div. im Bereich des A.O.K. 8 verbleibt und entlang des Dnjepr-Ufers Stellungen bezieht, wird die I./Pz.Rgt. 15 Ende September in den Bereich des benachbarten Pz.A.O.K. 1 verlegt. Hier ist es den Sowjets gelungen im Gebiet von Werchnedneprowsk den Dnjepr zu überschreiten, und bis Mitte Oktober können sie ihren Brückenkopf erheblich in in Richtung auf Kriwoj Rog ausweiten. Die Abteilung wird jedoch zunächst nicht eingesetzt sondern liegt bis Mitte Oktober hinter der Front im Raum Kriwoi Rog zur Auffrischung.
Okt. 1943 Nach knapp 2 Wochen relativer Ruhe am Dnjepr bei Tscherkassy wird die 11. Pz.Div. (ohne die immer noch dem Pz.A.O.K. unterstellte I./Pz.Rgt. 15) Anfang Oktober in den Raum Krementschug geworfen, und gegen die Flanke des immer größer werdenden sowjetischen Dnjepr-Brückenkopfes bei Nowo-Georgijewsk eingesetzt. Als der Gegner jedoch immer weiter in Richtung auf Kriwoj Rog vorstößt, wird die 11. Pz.Div. in den Raum nordwestlich der Stadt verlegt.
10.10.1943

Laut einer Pz.-Lagemeldung des Gen.Qu. verfügt die I./Pz.Rgt. 15 über insgesamt
71 Pz. V (Angaben zu Pz.Bef.Wg. u. Berge-Pz. V fehlen)
40 Pz. V sind einsatzbereit
31 Pz. V befinden sich in kurz- und langfristiger Instandsetzung
11 Pz. V sind zugewiesen aber noch nicht eingetroffen.
In der Regimentsgeschichte des Pz.Rgt. 15 gibt es keine Hinweise auf verlustreiche Gefechte seit dem 20.9.1943. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass der Ausfall von 28 Panthern größtenteils auf technische Schäden sowie Mangel an Ersatzteilen und Bergemitteln während der Rückzugsbewegungen zum Dnjepr zurückzuführen ist.

15.-19.10.1943 Vom Heereszeugamt werden insgesamt 31 Pz.Kpfw. V Panther Ausf. A als ’Nachschub Ost’ abtransportiert. Die Verteilung ist eigentlich wie folgt vorgesehen: 10 an Pz.Abt. 51, 10 an II./Pz.Rgt. 23, 11 an I./Pz.Rgt. 15. Zum Ausgleich der inzwischen bei Kriwoi Rog erlittenen erheblichen Verluste (s.u.) werden dann Ende Oktober alle 31 Panther der I./Pz.Rgt. 15 zugeteilt.
19.10.1943 Die I./Pz.Rgt. 15 marschiert in den Raum nordnordwestlich von Kriwoi Rog, wo sie der 23. Pz.Div. Division unterstellt wird und bei Krasnaja Wolja beiderseits der Bahnlinie Pjatichatki - Kriwoi Rog in Stellung geht. 10 Panther der I./Pz.Rgt. 15 dringen nach Pjatichatki vor, um einer Lokomotive zu ermöglichen einen dort liegengebliebenen Lazarettzug herauszuziehen. Der Plan gelingt zwar, aber bis auf 2 Überlebende sind alle Verwundeten bereits tot.
bis 24.10.1943 Rückzugskämpfe entlang der Bahnline bis in den Raum Wesselyi Kut ca. 5 km nordwestlich von Kriwoj Rog.
bis 28.10.1943 Schwere Abwehrkämpfe mit der 23. Pz.Div. im Raum Wesselyi Kut gegen starke sowjetische Verbände die hier nach Kriwoj Rog durchbrechen wollen. Die I./Pz.Rgt. 15 erleidet dabei erhebliche Ausfälle.
31.10.1943 Die Abteilung wird wieder der 11. Pz.Div. unterstellt.
1.11.1943 Gliederung und Zustand I./Pz.Rgt. 15:
Stab & Stabskp. 3 Pz.Bef.Wg. V, 2 Pz. V, 5 Berge-Pz. V
1. Kp.        16 Pz. V
2. Kp.        16 Pz. V
3. Kp.        16 Pz. V
4. Kp.        16 Pz. V            
Pz.Werkst.Zug
Von den insgesamt 69 Pz. V sind nur 10 einsatzbereit, 56 befinden sich in kurzfristiger, 3 in langfristiger Instandsetzung.
In der Meldung sind die 31 neu zugewiesenen Panther bereits enthalten, d. h. die Abteilung hat während der Kämpfe mit der 23. Pz.Div. nördlich von Kriwoj Rog 33 Totalausfälle erlitten.
Nov. 1943 Sicherungsaufgaben, vereinzelte Abwehrkämpfe u.ä. in der ersten Novemberhälfte
22.-26.11.1943 Heftige Angriffs- und Abwehrkämpfe bei Alexandrija, Beresowka und Alexandrowka.
30.11.1944 OKH/GenStdH/Op.Abt. befiehlt die Zuführung der in Grafenwöhr neu aufgestellten I./Pz.Rgt. 31 (76 Panther) zur H.Gr. Süd nach Berditschew. Die Abteilung wird Eintreffen an der Front Anfang Dezember der 11. Pz.Div. taktisch unterstellt.
1.12.1943 Gliederung und Zustand I./Pz.Rgt. 15:
Stab & Stabskp. 5 Pz. V, 5 Berge-Pz. V
1. Kp.        9 Pz. V
2. Kp.        12 Pz. V
3. Kp.        12 Pz. V
4. Kp.        12 Pz. V            
Pz.Werkst.Zug
Von den insgesamt 50 Pz. V sind nur 8 einsatzbereit, 25 befinden sich in kurzfristiger, 17 in langfristiger Instandsetzung.
Dez. 1943 Die 11. Pz.Div. kommt beim LII. A.K. im Raum 20 km südöstlich von Kirowograd zum Einsatz, wo den Sowjets bei Nowgorodka ein tiefer Einbruch in die deutschen Linien  gelungen ist. Hier wird das Pz.Rgt. 15 in härteste Kämpfe zur Abriegelung des Einbruchsraumes verwickelt. Teilweise wird dabei auch die ebenfalls in diesem Raum eingesetzte 2. Fallsch.Jg.Div. durch die Panther der I./Pz.Rgt. 15 und der I./Pz.Rgt. 31 unterstützt.
12.12.1943 In einem Fernschreiben an Pz.Offz. beim Chef GenStdH schlägt die 11. Pz.Div. vor Panzer, Kfz. und einiges osterfahrenes Personal der I./Pz.Rgt. 31 an das Pz.Rgt. 15 zu übergeben, und die Abteilung zurück nach Deutschland zu verlegen.
13.12.1943 Angriff von Teilen des Regiments, dabei auch Panther der 3. Kp., auf das Dorf Ingula-Kamenka. Am Dorfrand plötzlich starkes Pak- und Panzerfeuer, 1 Panther der 3. Kp. wird abgeschossen. Der Angriff bleibt liegen. Ein erneuter Angriff am Nachmittag bleibt bereits 500 m vor dem Dorf im starken Abwehrfeuer liegen. 1 Totalverlust, 3 Panzer schwer beschädigt.
15.12.1943 Noch vor Tagesanbruch Vorstoß entlang der Rollbahn auf Nowgorodka. Angriffspitze bleibt gegen 5.00 Uhr vor einem starken sowjetischen Pakriegel 2,5 km nördlich von Nowgorodka liegen. Heftige Kämpfe während des ganzen Tages führen zum Ausfall von 50% der noch einsatzbereiten Kampfwagen.
18.12.1943 Ab 12.00 Uhr Vorstoß mit aufgesessenen Fallschirmjägern der 2. Fallsch.Jg.Div. gegen die Sinowka-Schlucht.
20.12.1943 Morgens Vorstoß der I./Pz.Rgt. 15 aus dem Raum südlich von Nowgorodka und Einnahme der Höhe 181,1. Nachmittags unterstützen die Panther das Pz.Gren.Rgt. 110 bei der Abriegelung eines sowjetischen Einbruchs sowie einen Vorstoß von Fallschirmjägern der 2. Fallsch.Jg.Div. auf einen Brunnen 2 km nordwestlich von Punkt 173,1.
21.12.1943 Gegenangriff der I./Pz.Rgt. 15 in Richtung Rollbahnkreuz 5 km ostwärts von Plawni zur Begradigung der Frontlinie.
22.12.1943 Vormittags Angriff der I./Pz.Rgt. 31 mit Teilen 2. Fallsch.Jg.Div. auf Höhe 170,0 östl. Nowogorodka mit 9 einsatzbereiten Panthern. Höhe kann nach Abschuss von 6 T 34 und 9 Pak genommen werden. 6 Panther durch Beschuss ausgefallen. Die I./Pz.Rgt. 15 steht währenddessen abwehrbereit bei Nowo-Andrejewka. Dort herrscht außer Artilleriefeuer im allgemeinen Ruhe.
23.12.1943 2 Panther der I./Pz.Rgt. 31 bleiben auf der Höhe 170,0 Stütze für die Fallschirmjäger der 2. Fsch.Jg.Div. Die I./Pz.Rgt. 15 steht mit Resten zur Sicherung des Abschnittes einsatzbereit bei Nowo Andrejewka. Gegen 12.00 Uhr kommt der Befehl, dass die Div. sich in den Raum Kirowograd versammelt.
25.12.1943 Im Laufe des Tages übergibt die 11. Pz.Div. ihren bisherigen Frontabschnitt an die 2. Fallsch.Jg.Div. und marschiert in den Raum Kirowograd ab.
31.12.1943 Laut einer Pz.-Lagemeldung des Gen.Qu. verfügen die beiden Panther-Abteilungen bei der 11. Pz.Div. über
I./Pz.Rgt. 15
30 Pz. V
6 Pz. V sind einsatzbereit
24 Pz. V in Instandsetzung
30 neue Pz. V sind zugewiesen aber noch nicht eingetroffen
I./Pz.Rgt. 31
43 Pz. V
9 Pz. V sind einsatzbereit
34 Pz. V in Instandsetzung
1944
4.1.1944 Von OKH/GenStdH/Op.Abt. ergeht Befehl die I./Pz.Rgt. 31 aus der Front herauszulösen und Deutschland zurückzuverlegen. Die noch einsatzbereiten Kfz. und Panther sind an die I./Pz.Rgt. 15 abzugeben. Durch die am nächsten Tag einsetzende sowjetische Offensive wird die Ausführung dieses Befehls jedoch zunächst verzögert.
5.1.1944 Beginn einer  sowjetischen Großoffensive zur Einnahme von Kirowograd. Die nördlich von von Kirowograd eingesetzte 11. Pz.Div. wird in schwere Abwehrkämpfe verwickelt.
bis 10.1.1944 kann wieder eine zusammenhängende Abwehrfront westlich der Stadt aufgebaut werden und die sowjetische Offensive wird zum Stehen gebracht.
11.1.1944 Die I./Pz.Rgt. 31 erhält den Befehl zur Übergabe ihrer noch verbliebenen 39 Panther, die meißten davon instandsetzungsbedürftig, an die I./Pz.Rgt. 15.
13.-18.1.1944 Vom Heereszeugamt werden insgesamt 30 neue Pz.Kpfw. V Panther Ausf. A als Nachschub für die I./Pz.-Rgt. 15 abtransportiert.
16.1.1944 Die seit dem 12. Januar bei Slatopow eingeschlossene Kampfgruppe von Sievers (Tle. Pz.Rgt. 15) kann gerade noch im letzten Augenblick (Munition verschossen, Treibstoff verbraucht) durch Panther der I./Pz.Rgt. 31 entsetzt werden.
ab 21.1.1944

Alle verbliebenen Panther (genaue Anzahl unbekannt, höchstens jedoch 39 Stück) und die einsatzbereiten Kfz. der I./Pz.Rgt. 31 werden vor Ende Januar 1944 durch die I./Pz.Rgt. 15 übernommen. Das Personal der I./Pz.Rgt. 31 kehrt anschließend nach Deutschland zurück.

27.1.1944 bis 29.2.1944: Die I.(Panther)/Pz.Rgt. 26 ist der 11. Pz.Div. taktisch unterstellt.
31.1./1.2.1944

Vorstoß einer gepanzerte Kampfgruppe der 11. Pz.Div. aus dem Raum Lipjanka nach Nordwesten in die Flanke des Einschließungsringes um die im Raum Korssun (Tscherkassy)  eingeschlossenen deutschen Verbände zu entlasten und den weiteren sowjetischen Aufmarsch zu stören.

Februar 1944 Absetzbewegungen in den Raum Talnoje, bei denen es immer wieder zu Abwehrgefechten kommt.
26.-28.2.1944 Vom Heereszeugamt werden 25 Pz.Kpfw. V Panther Ausf. A als Nachschub für die I./Pz.Rgt. 15 abtransportiert. Davon sind 3 Stück eigentlich für den Pz.Rgt.Stb. Pz.Rgt. 15 vorgesehen. Da keine Kriegsgliederungen der 11. Pz.-Div. für März/April 1944 verfügbar sind, ist nicht klar, ob die Panzer tatsächlich dem Rgt.Stab oder doch dem Abt.Stab zugeteilt werden.
29.2.1944 Laut einer Pz.-Lagemeldung des Gen.Qu. verfügt die I./Pz.Rgt. 15 über insgesamt
67 Pz. V
14 Pz. V sind einsatzbereit
53 Pz. V in Instandsetzung
Die neu zugewiesenen 25 Pz. V sind in der Meldung noch nicht mit enthalten.
2.3.1944 Die inzwischen der 13. Pz.Div. taktisch unterstellte I./Pz.Rgt. 26 erhält Befehl, 11 beschädigte und noch nicht geborgene Pz. V der I./Pz.Rgt. 15 im Raum Mokraja Kaligorke - Chmelewoje zu übernehmen. Tatsächlich können davon in den folgenden Tagen nur 3 geborgen werden, die anderen fallen den Sowjets in die Hände.
[Anmerkung: Der Grund für die Übergabe dürfte in der Zuweisung der 25 neuen Pz. V an die I./15 zu suchen sein.]
4. - 26.3.1944 Rückzugskämpfe auf den Bug, dabei ...
7.3.1944 Angriff der I./Pz.Rgt. 15 auf eine sowjetische Stellung bei Sskolowattka. Dabei können bei einem Totalverlust von 3 eigenen Panthern 14 T 34 abgeschossen werden. 4 weitere Panther werden durch Treffer außer Gefecht gesetzt und müssen später gesprengt werden, als nach einem anschließenden starken feindlichen Infanterieangriff der Rückzug befohlen wird.
9.3.1944 Nach einem neuerlichen Angriff am 9.3. auf eine Höhe südlich von Maidozezkoje ohne eigene Verluste folgen ein paar Ruhetage in Talnoje. Während die Masse der 11. Pz.Div. in den Raum Prosskurow verlegt, verbleiben die einsatzbereiten Teile des Pz.Rgt. 15 zunächst noch in Talnoje, halten sich aber bahntransportbereit.
12./13.3.1944 Ein heftiger sowjetischer Angriff südlich von Talnoje kann unter erheblichen eigenen Verlusten zunächst zum Stehen gebracht werden.  Daraufhin wird der Rückzug befohlen und in den folgenden Tagen marschiert das Pz.Rgt. 15 über Talnoje - Uman - Kriwoi Osero nachf Balta.
14.3.1944 Die II.(Panther)/Pz.Rgt. 23 der 23. Pz.Div. wird der 11. Pz.Div. taktisch unterstellt und nach Prosskurow verlegt.
ab 18.3.1944 Am Abend des 18.3.1944 wird die II./Pz.Rgt. 23 aus der Front herausgezogen. Nach Angaben in der Divisionsgeschichte der 23. Pz.Div. übergibt die Abteilung in den den folgenden Tagen den Großteil ihrer verbliebene Ausstattung an die 1., 11. und 17. Pz.Div.,  um anschließend selbst zur Auffrischung in den Raum Lemberg verlegt zu werden. Auf Grund mangelnder Unterlagen ist z. Zt. nicht bekannt, ob und wieviele der Panther an die I./Pz.Rgt. 15 abgegeben worden sind.
25.3.1944 Kleinerer Gegenangiff des Pz.Rgt. 15 auf ein Waldstück 7 km nördlich von Sslobodka.
27.3.-12.5.1944 Abwehrkämpfe in Nord-Bessarabien und im Karpathenvorland, dabei ...
26.-28.3.1944 Kämpfe bei Kolbasnaja und Worenkowo. 2 beschädigte Panther müssen gesprengt werden.
1.4.1944 Zustandsbericht der 11. Pz.Div. (Unterstellungsverhältnis: Grp. v. Knobelsdorff, Armeegruppe Wöhler) mit Stand vom 1.4.1944 :
Die I./Pz.Rgt. 15 meldet nur 3 einsatzbereite Pz. V und 1 Pz. V in kurzfristiger Instandsetzung. Da in dem Bericht keine Zahlenangaben über die in langfristiger Instandsetzung befindlichen Panther gemacht werden, ist die Gesamtzahl der noch vorhandenen Panther nicht bekannt.
April/Mai 1944 In den Monaten April und Mai 1944 kommt es zwar immer noch zu Kampfhandlungen in der Dnjestr-Schleife, doch stehen diese bereits unter dem Zeichen der Herauslösung der gesamten 11. Pz.Div. aus dem russischen Kriegsschauplatz.
23./24.4.1944 OKH/GenStdH/Org.Abt. befiehlt die Zuführung der die 11. Pz.Div. zur Auffrischung mit einer Res.Pz.Div. und zur Umgliederung in den Bereich der Heeresgruppe D nach Frankreich.
27.4.1944 Gemäß Befehl OKH/GenStdH/Op.Abt. ist die I.(Panther)/Pz.Rgt. 15 nicht mit der 11. Pz.Div. nach Frankreich abzutransportieren sondern bleibt zunächst im Bereich der H.Gr. Südukraine zurück.
7.5.1944 Während die kampffähigen Teile der Abteilung weiter im Einsatz bleiben, werden panzerlose Besatzungen und sonstiges überzähliges Personal der I. Abt. am 7.5.1944 mit dem Stab und II./Pz.Rgt. 15 in Kischinew verladen und per Bahn durch Rumänien - Ungarn - über Wien und Paris in den Raum Bordeaux in Südfrankreich abtransportiert. Mitte Mai beziehen die Soldaten des Pz.Rgt. 15 in ihrem zugewiesenen Auffrischungsraum ca. 60 km nördlich von Bordeaux Quartier.
18.5.1944 Auf Befehl OKH/GenStdH/Op.Abt. ist I.(Panther)/Pz.Rgt. 15 ist aus dem Einsatz bei H.Gr. Südukraine herauszulösen und nach Mailly le Camp zuzuführen. Die Abt. ist in die Transportbewegung der Restteile der 11. Pz.Div. einzugliedern.
Durch die Abteilung sind mitzuführen:
- Handfeuerwaffen
- sämtliche Panzer in längerer Instandsetzung
- sämtliche Kfz. mit Sonderaufbauten (einschl. Zgkw.), Werkstatt- und J-Einrichtungen mit Kfz. u. Gerät.
- sämtlich Kfz. in Instandsetzung
Alle übrigen Kfz., Panzer und Gerät werden der H.Gr. zur Verfügung gestellt.
31.5.1944 OKH/Chef H Rüst u BdE/AHA befiehlt, durch Ob. West ist die I.(Panther)/Pz.Rgt. 15 der 11. Pz.Div., die auf den Tr.Üb.Pl. Mailly le Camp zugeführt wird, im Rahmen der Auffrischung ihrer Division unter gleichzeitiger Umgliederung auf “freie Gliederung“ aufzufrischen.
1.6.1944

Zustandsbericht I./Pz.Rgt. 15 für Mai 1944, Stichtag 1.6.1944
Unterstellungsverhältnis: Gen.Kdo. XXXXIV. A.K. [A.Gr. Dumitrescu, H.Gr. Südukraine]
1. Personelle Lage am 1.6.1944:
a) Soll: 23 Offz., 5 Beamte, 386 Uffz., 603 Mannsch., 89 Hiwi = insgesamt 1106 Mann
Fehl: 7 Offz., 3 Beamte, 180 Uffz., +35 Mannsch., 89 Hiwi = insgesamt 244 Mann
b) Verluste und sonstige Abgänge im Mai 1944:
Tote: 3 Uffz. u. Mannsch.
Verwundete: 8 Uffz. u. Mannsch.
Vermisste: 1 Uffz. u. Mannsch.
Kranke: 7 Uffz. u. Mannsch.
Sonstige Abgänge: 37 Uffz. u. Mannsch.
Im Mai 1944 eingetroffener Ersatz: Keiner
2. Materielle Lage am 1.6.1944  (Soll/einsatzbereit/in kurzfr. Inst.):
Pz. III: -- / 3 / --
Pz. V: 96 / 5 / 1
SPW: 5 / 1 / --
Kraftomnibusse: 1 / 2 / --
Kettenkräder: 6 / 1 / --
Kräder: 32 / 5 / 2
Pkw.(gl.): 56 / 33 / 7
Pkw.(o): -- / 9 / 3
Maultiere: 4 / 26 / 3
Lkw.(gl.): 101 / 6 / 1
Lkw.(o): 12 / 66 / 2
Zgkw. 1 t: 9 / 3 / 3
Zgkw. 18 t: 11 / 5 / 2
Kurzes Werturteil des Kommandeurs:
1.) Ausbildungsstand: Kein neuer Ersatz eingetroffen. Pz.Fahrer können durch Fahrschulen verbessert werden.
2.) Stimmung der Truppe: sehr gut
3.) Besondere Schwierigkeiten: Die Hälfte der Abteilung befindet sich in Deutschland bzw. in Frankreich. Ein Antrag, sie zur Abteilung zurückzuholen, ist abgelehnt. Hierdurch wird ein Neuaufbau der Abteilung gefährdet, da nich kontroliert werden kann, in welche anderen Verbände die Splitterteile der Abteilung aufgenommen werden.
4.) Grad der Beweglichkeit: Tross = 50%,  Zgkw. = 66%
Die Abteilung ist in der Lage nach Zuführung der in Deutschland und Frankreich befindlichen Teile 50 neue Panzer zu besetzen, zu versorgen und zu betreuen bzgl. Instandsetzung.
5.) Kampfwert und Verwendungsmöglichkeit: Zu begrenzten Angriffsaufgaben geeignet.

6.6.1944 Die Aliierten landen in der Normandie.
10.6.1944 OKH/GenStdH/Op.Abt. befiehlt den beschleunigten Abtransport der I.(Panther)/Pz.Rgt. 15 aus dem Bereich der H.Gr. Nordukraine zur 11. Pz.Div. in Frankreich.
noch 10.6.1944 Gemäß einer Übersicht des Gen.Insp.d.Pz.Tr. mit dem Titel "Im Westen vorhandene gepanzerte Kraftfahrzeuge Stand 10.6.1944" verfügen die nach Frankreich verlegten Teile der I./Pz.Rgt. 15 über einen Ist-Bestand von 4 Pz. V. Woher diese Panther stammen wird nicht erwähnt. Da keine direkten Lieferungen verzeichnet sind könnten sie a) von einer anderen in Frankreich in Aufstellung/Affrischung befindlichen Einheit stammen, oder b) es handelt sich als Folge des Befehls der Op.Abt. vom 18.5.1944 um aus der langfristigen Instandsetzung aus Russland zur 11. Pz.Div. nach Frankreich zurückverlegte Fahrzeuge.
Einsatz im Westen bis Kriegsende
Ende Juni 1944 Das Personal der I./Pz.Rgt. 15 trifft von der Ostfront im Auffrischungsraum der 11. Pz.Div. ein.
11.7.1944 Laut der Regimentsgeschichte des Pz.Rgt. 15 werden an diesem Tag die Panther der I./Pz.Rgt. 27 in einem Ort namens La Roche Chalain übernommen.
Die I./Pz.Rgt. 27 (19. Pz.Div.) befand sich bereits seit Oktober 1943 in Umgliederung in eine Panther-Abteilung. Die ersten 4 Panther Ausf. A waren Mitte Januar 1944 geliefert worden, und nach der Verlegung Ende März zur Endausstattung auf dem französischen Tr.Üb.Pl. Mailly le Camp folgten zwischen dem 27.3. und 13.4.1944 weitere 75 Panther der Ausf. A sowie 4 Bergepanther. Zusätzlich erhielt die Abteilung im April noch 3 Sd.Kfz. 251/7 und 2 Sd.Kfz. 251/8. Am 7.7.1944 hatte das OKH befohlen die I./Pz.Rgt. 27 wieder in die zur Zeit in den Niederlanden in Auffrischung liegende 19. Pz.Div. einzugliedern, um anschließend mit dieser wieder an die Ostfront verlegt zu werden. Dazu wurden der Abteilung 79 neue Panther der Ausf. G zugewiesen, während die 79 "älteren" Panther der Ausf. A und 2 Bergepanther zur Ausstattung der gerade aus dem Osten zurückkehrenden I./Pz.Rgt. 15 zur Verfügung gestellt wurden. Mit den 4 am 10.6.1944 im Bestand gemeldeten Panthern sollte die I./Pz.Rgt. 15 damit über insgesamt 83 Pz. V verfügen.
17.7.1944 Verlegung des Pz.Rgt. 15 nach Saint Aulage.
27.7.1944 Verlegung des Pz.Rgt. 15 nach Toulouse.
1.8.1944

Gliederung und Zustand I./Pz.Rgt. 15:
Stab u. Stabskp. mit Nachr.Zug zu 6 Pz. V und Aufkl.Zug zu 5 Pz. V, 4 Pz. III Ausf. N
1. Kp.        17 Pz. V
2. Kp.        17 Pz. V
3. Kp.        17 Pz. V
4. Kp.        17 Pz. V
Weitere 3 Pz. V befinden sich beim Nachr.Zug der Stabskp./Pz.Rgt. 15.
Die Pz.Werkst.Kp. des Regiments verfügt u.a. über 2 Bergepanther.
Von den insgesamt 82 Pz. V sind 59 einsatzbereit, 14 befinden sich in kurzfristiger, 9 in langfristiger Instandsetzung. Über den Verbleib des 83sten Panthers ist nichts bekannt.

15.8.1944 Die Alliierten landen in Südfrankreich zwischen Toulon und Cannes.
Wird fortgesetzt .....

Zuweisungen von gep. Kfz. an Pz.Abt. 52 und I./Pz.Rgt. 15

15. - 31.5.1943 Erstausstattung: 96 Panther Ausf. D ab H.Za.
Juni 1943 2 Bergepanther ab H.Za.
13.7.1943 6 Panther Ausf. D ab H.Za.
17.7.1943 6 Panther Ausf. D ab H.Za.
ab ca. 18.7.1943 65 Panther Ausf. D und 2 Bergepanther von Pz.Abt. 51 übernommen
ab ca. 3.8.1943 5 Panther Ausf. D von Pz.Rgt.Stab 39 übernommen
24.9.1943
3 Bergepanther ab H.Za.
15. - 19.10.1943 31 Panther Ausf. A ab H.Za.
13. - 18.1.1944 30 Panther Ausf. A ab H.Za.
Ende Jan. 1944 bis zu 39 Panther Ausf. A von I./Pz.Rgt. 31 übernommen
26.2. - 2.3.1944 25 Panther Ausf. A ab H.Za.
ab ca. 18.3.1943 ?? Panther Ausf. A von II./Pz.Rgt. 23 übernommen (genauere Angaben dazu fehlen noch)
bis Anf. Juni 4 Panther Ausf. ? entweder von unbekannter Einheit in Frankreich übernommen oder aus Russland zurücktransportiert.
11.7.1944 Auffrischung in Südfrankreich: 79 Panther Ausf. A, 2 Bergepanther und 3 m.SPW (Sd.Kfz. 251/7?) von I./Pz.Rgt. 27 übernommen.